Das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG)

Aufschwung für die digitale Versorgung im Gesundheitswesen

Der Bundestag hat am 07. November 2019 ein neues Gesetz beschlossen – das Digitale-Versorgung-Gesetz. Damit hat die Regierung eine gesetzliche Grundlage geschaffen, um die medizinische Versorgung durch digitale Angebote im gesamten Gesundheitswesen zu verbessern. Zukünftig fördert sie digitale Gesundheitslösungen und unterstützt den Ausbau der Vernetzung von Leistungserbringern und Krankenkassen. Im Mittelpunkt steht der Patient mit seinem Bedürfnis nach optimaler und unkomplizierter Versorgung. Für die Unternehmen und Leistungserbringer im Gesundheitswesen ergeben sich neue Pflichten aber auch aussichtsreiche Perspektiven, ihr Leistungsangebot zu erweitern und Kosten zu sparen.

Die mobilen Kanäle spielen hierbei künftig eine tragende Rolle. Als Experten für mobile Anwendungen und Branchenspezialisten im Gesundheitswesen können wir Ihnen helfen, die durch das Gesetz entstandenen neuen Perspektiven für digitale Gesundheitsanwendungen erfolgreich zu nutzen.

Unser DVG-Workshop für Ihren Erfolg!

Mehr erfahren

Was beinhaltet das Digitale-Versorgung-Gesetz?

Unter dem Motto „Digital versorgt – gesünder vernetzt“ wirbt das Bundesgesundheitsministerium für das neue „Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation“ (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG). Das vom Bundestag beschlossene Gesetz beinhaltet den Leistungsanspruch der Patienten auf digitale Gesundheitsanwendungen (diGA). Hierfür soll ein Verfahren beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) etabliert werden, das über die zukünftige Leistungserbringung in der Regelversorgung entscheidet. Durch die Digitalisierung im Rahmen des Gesetztes soll es künftig weniger Zeitverluste bei der Versorgung im Gesundheitswesen geben. Hierbei ist vor allem das Thema Datenschutz relevant. Gesundheitsminister Jens Spahn betont bezüglich seines Gesetztes, dass der „Datenschutz auf höchstem Standard“ sei und eingehalten werde müsse.

Digitale-Versorgung-Gesetz

Das Digitale-Versorgung-Gesetz enthält den aktuellen Stand der Regelungen und verfolgt die drei Kernziele:

  • Ärzte sollen zukünftig Gesundheits-Apps wie Arzneimittel verschreiben können.
  • Durch den Ausbau des digitalen Netzwerkes im Gesundheitswesen sollen Patienten ihre Daten in einer elektronischen Patientenakte speichern lassen können.
  • Telemedizinische Angebote wie zum Beispiel Videosprechstunden sollen leichter nutzbar werden.

 

Ab 2021 sind alle Krankenkassen verpflichtet, ihren Versicherten eine elektronische Patientenakte (ePA) anzubieten. Apotheken und Krankenhäuser sollen sich zukünftig bis dahin der „Telematikinfrastruktur“ (TI) angeschlossen haben, um ihre Daten für die Akte liefern zu können. Ebenso werden die Ärzte angehalten, ihre Daten in die ePA einzutragen. Wer sich nicht an der digitalen Versorgung beteiligt, muss Honorarkürzungen in Kauf nehmen. Hebammen, Physiotherapeuten und Pflege- sowie Rehabilitationseinrichtungen können sich freiwillig beteiligen und werden mit Kostenerstattungen belohnt. Zu den weiteren Details wird derzeit ein Referentenentwurf erarbeitet, der insbesondere das Thema Datenschutz und Datensicherheit aufgreift.

Digitale Gesundheitsanwendungen auf Rezept

Digitale-Versorgung-Gesetz App

Patienten verwenden schon heute unterschiedlichste Gesundheits-Apps, um sich zum Beispiel an die Medikamenteneinnahme erinnern zu lassen oder Vitalwerte zu überprüfen. Mit dem DVG können sie sich künftig versorgungsfördernde Apps vom Arzt verschreiben und von den Krankenkassen erstatten lassen. Die Apps müssen dafür bestimmte Kriterien erfüllen und einen vorgeschriebenen Prozess durchlaufen, damit die Versicherten die digitalen Gesundheitsanwendungen nutzen können.

Eine wesentliche Voraussetzung ist, dass sie als Medizinprodukte der Risikoklasse I oder IIa eingestuft werden. Weiterhin müssen die Apps in einem neuen Verzeichnis nach § 139e SGB V gelistet sein, das sich methodisch an das Hilfsmittelverzeichnis anlehnt – der Antrag erfolgt beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Das BfArM überprüft die Apps im Rahmen des DVGs auf Datensicherheit, Datenschutz, Qualität und Funktionalität. Anschließend werden die Apps ein Jahr lang vorläufig von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet. Der Hersteller verpflichtet sind in dieser Zeit dazu, bei dem BfArM einen Nachweis über die App verbesserte Patientenversorgung zu erbringen. Den Preis für die App verhandelt er mit dem GKV-Spitzenverband.

Ihre Chancen im Rahmen des neuen Gesetzes

Die Entwicklung von Gesundheits-Apps stellt sowohl für Pharmaunternehmen als auch für die Krankenkassen lohnenswerte Effekte in Aussicht. Wer im Gesundheitswesen Erfolg haben will, muss dem Patienten einen gewünschten wie auch nachweisbaren Mehrwert seiner Versorgung anbieten können. Das Prozedere der Zulassung und Vermarktung ist noch unerprobt und nicht ohne Risiken. Neben den rechtlichen und prozessualen Anforderungen geht es aber auch um nutzerfreundliches Design und den sinnvollen Einsatz technischer Innovationen, denn die Ansprüche von App-Verwendern sind hoch. Möchten Sie die Chancen nutzen und suchen Sie nach der richtigen Idee? Wir helfen Ihnen, mögliche Ansätze für Gesundheits-Apps speziell für Ihr Unternehmen zu finden und erarbeiten mit Ihnen gemeinsam eine Entscheidungsgrundlage, ob und wie das Thema fachlich weiterverfolgt werden soll.

Unser DVG-Workshop zum neuen Gesetz

In einem interdisziplinären Workshop von sechs bis acht Teilnehmern stellen wir die Grundlagen des Digitale-Versorgung-Gesetzes vor, analysieren anschließend gemeinsam das Potenzial für digitale Gesundheitsanwendungen (diGAs) in Ihrem Unternehmen, entwickeln Ideen und bewerten diese. Von Ihrer Seite sollte ein guter Mix aus Produktmanagern, technischen und fachlichen Kompetenzen der verschiedenen Geschäftsbereiche teilnehmen, die mit den Bedürfnissen Ihrer Kunden vertraut sind. Wir bringen UX-Design- und Methodenexpertise mit.

Icon Digitale Versorgung Gesetz

Einblick in das Digitale-Versorgung-Gesetz
Kurze Vorstellung der formalen Grundlagen und Anforderungen an eine digitale Gesundheitsapplikation.

Trends Mobile Health

Aktuelle Trends aus dem Bereich „Mobile“
Beispielhafte Präsentation innovativer mobiler Lösungen auf Basis der technischen Möglichkeiten.

Digitale Gesundheitsanwendung

Ideen für eine digitale Gesundheitsanwendung
Gemeinsame Entwicklung von Ideen für eine digitale Gesundheitsanwendung unter Berücksichtigung der wesentlichen Anforderungen und Herausforderungen mithilfe von Design-Thinking-Methoden. In einer moderierten Diskussionsrunde beleuchten wir die relevanten Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven und sammeln die Ergebnisse. Mögliche Fragen:

  • Wie können wir neue Nutzergruppen für ein bestimmtes Gesundheitsfeld ansprechen?
  • Wie können wir die Behandlung oder Therapiebegleitung durch Verhaltensimpulse optimieren?
  • Wie können wir die Ärzte bei der Erkennung von Krankheiten durch Apps unterstützen?
Nutzungskonzept diGA

Bewertung und Ausarbeitung der Ideen
Die Ideen werden gemeinsam mit Experten von adesso mobile nach Machbarkeit, Nutzen und Originalität bewertet. Dabei kann ein Favorit für eine weitere Ausarbeitung definiert werden.

Ausblick

Ausblick auf mögliche nächste Schritte
Auf Grundlage der gesammelten Erkenntnisse prüfen wir, welche Möglichkeiten es zur Weiterentwicklung der Ideen gibt. Diese sind individuell zu bestimmen und können beispielsweise die Entwicklung eines Prototyps umfassen oder einen vertiefenden Konzeptworkshop beinhalten.

Prototyping Ihrer digitalen Gesundheitsanwendung

Durch das Prototyping wird aus einer Idee die erste anfassbare Umsetzung, die zur weiteren Evaluation und Projektplanung genutzt werden kann. Wenn es um eine komplexe Lösung geht, sollte ein Konzeptworkshop vorgeschaltet werden – eine einfache Anwendung kann direkt ins Prototyping übergehen.

Icon Dokumente DVG

Erstellung eines Storyboards zum Prototyp

Icon Prototyping

Entwicklung eines einfachen Prototyps

Die Erstellung des Prototyps wird vollständig von adesso mobile durchgeführt. Regelmäßige telefonische Abstimmungen sind ebenso Teil der angebotenen Leistung wie die Abrufbarkeit des Clickdummys via Web oder Bereitstellung als Offline-Anwendung.

Usability-Test Ihrer diGA

Auf Basis des Prototyps erfolgt eine Vertestung der ausgewählten Idee mit repräsentativen Vertretern der Zielgruppe und anschließenden Handlungsempfehlungen. Die Inhalte des Usability-Tests sind:

Icon Usability Test

Usability-Test mit ca. fünf Nutzern

Icon Beratung

Auswertung und Besprechung der Ergebnisse

Icon Handlunsgempfehlungen

Erarbeitung der Handlungsempfehlungen

Ihr Ansprechpartner

Bastian Schmitz

Bastian Schmitz
Senior Sales Manager
M. +49 173 6519473

Sie wollen mehr über unseren DVG-Workshop erfahren?

Dann kontaktieren Sie mich ganz unverbindlich!

Eine E-Mail schreiben